IKA – Integriertes KunstAtelier

Konzept seit September 2003

Nach Abschluss der 5jährigen Ausbildung von 5 Teilnehmern/-innen mit geistiger Behinderung in den künstlerischen Bereichen Malerei, Musik, Dichtung, Theater und Fotografie wird das IKA-Projekt schon das 4. Jahr bei Grain als Integriertes Kunstatelier geführt.

Schaffung einer gesamtkünstlerischen Leitung und Marketingfunktion

Die künstlerische Leiterin Frau Nina Schröder, Kulturjournalistin und Theaterwissenschaftlerin ist verantwortlich für:

  • Ausfinden von Marktsegmenten sowie die Durchführung und Abwicklung der Aufträge
  • Aquirisition von Aufträgen für die IKA-Gruppe unter dem Gesichtspunkt der verschiedenen Disziplinen: Malerei, Texten, Theater, Musik und Fotografie
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Kostenkontrolle – Preisgestaltung – Evaluation
  • Entwicklung von Partnerschaften in künstlerischen Bereichen mit öffentlichen und privaten Einrichtungen im In- und Ausland

Projektorientiertes Arbeiten und Abwickeln von Aufträgen

Der künstlerische Leiter wird in Zukunft Aufträge für IKA organisieren, z.B.:

  • Auftragsarbeiten für Keramikfirmen, Stoffdesign, u. ä.
  • Fotodokumentation durch die IKA-Gruppe verschiedener Anlässe für Menschen mit Behinderung und jährliche öffentliche Präsentation und Ausstellung
  • Verkaufsausstellungen in Hotels und Galerien
  • Bilderverleih, Dekorations- und Raumdesign
  • weitere Initiativen

Diese Projekte werden zeitlich begrenzt ablaufen und in Zusammenarbeit mit den zuständigen sozialen öffentlichen und privaten Einrichtungen durchgeführt. Die Teilnehmer/-innen werden durchgehend von Experten, Referenten und einem Tutor betreut und begleitet.

Öffnung des Kunstateliers für talentierte neue Teilnehmer/-innen

Bei der Durchführung der oben genannten Projekte ist es IKA ein großes Anliegen einige interessierte und talentierte neue Teilnehmer/-innen aufzunehmen. Dabei wird eng mit den zuständigen Stellen zusammengearbeitet.
Den neuen Teilnehmer/-innen wird die Möglichkeit geboten in Form von Schnupperstunden mit den anderen und den Projekten vertraut zu werden.
Die Koordination und Durchführung obliegt dem künstlerischen Leiter.

Auszahlung von Taschengeld an die Teilnehmer/-innen

Seit Herbst 2003, nach Abschluss der Ausbildungsjahre, wird den Teilnehmenden ein Taschengeld im Rahmen der durch die Konvention vorgesehenen Kriterien ausbezahlt.

Kunstschaffen nicht als Therapie

Malen, Zeichnen, druckgrafisches Gestalten, dekoratives Design, Textilarbeit, Foto, Video und Filmen: Das sind die Hauptbereiche künstlerischen Tuns, in denen begabte geistig behinderte Menschen beruflich an unserem Kulturbetrieb teilhaben können. Diese Tätigkeiten sollten deshalb nicht nur als Freizeitbeschäftigung oder nur als therapeutisches Tun betrachtet werden, sondern als eine lebensfüllende Berufung.
Dass dies möglich ist, dafür gibt es bereits eine Reihe von Beispielen: Jane Cameron, Willibald Lassenberger und andere, die in Stetten (D) oder in Lienz (A) arbeiten.

Es gibt, wie angedeutet, bereits viele Beispiele, die zeigen, dass sog. „geistig behinderte“ Menschen künstlerisch begabt sein können, dass sie in der Lage sind, diese Begabung in ihren Werken sichtbar zu machen, dass ihnen handwerkliche Geschicklichkeit nicht fremd zu sein braucht und dass ihre Kunstwerke nicht nur schön, sondern auch voller Symbolwerte sein können. Wie sagte es der französische Dichter Marcel Proust: „Die Freude, die uns ein Künstler gewährt, besteht darin, dass er uns eine Welt außerhalb der unsrigen zugänglich macht.“

MitEinAnders

Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Miteinanders wurden bereits 1998 in Bruneck gegründet und sind eine der eigenwilligsten Bands Südtirols.
Die Behinderten-Band „Miteinanders“ sind miteinander „anders“. Das ist Programm, denn miteinander sind sie stark. Jetzt haben sie ihre erste CD produziert, ein nicht ganz leichtes Unterfangen, das mit einer Präsentation im Brunecker Jugendzentrum Ufo gekrönt wurde, gefördert von der Stiftung Südtiroler Sparkasse.
Konzerte geben sie regelmäßig ganz egal, ob als Vorgruppe bei Rockkonzerten, im Musikpavillon eines Pusterer Dorfes nach dem Kirchgang oder bei einem Betriebsfest. Was den Menschen gefällt, ist ihre ausgelassene Fröhlichkeit.
Sollten Sie Lust bekommen haben: Die Miteinanders treten gerne auch bei Ihnen auf.
Wir bedanken uns schon jetzt für Ihr Interesse und stehen Ihnen mit weiteren Informationen, Beschreibung/Präsentation der Miteinanders gerne zur Verfügung!
Wir freuen uns von Ihnen zu hören und verbleiben mit einem Gefühl von savoir-vivre mit herzlichen Grüßen, 

Chris Aigner
(musikalischer Leiter)

M i t e i n a n d e r s

vom Lied bis zum Rock

... sie fetzen über die Bühne bis das Herz warm wird ...

Wenn Monika Hochgruber, eine kleine dunkelhaarige Frau, auf der Bühne steht, dann vergisst sie, dass sie sich manchmal für benachteiligt hält. Ihre Augen leuchten und sie singt aus voller Kehle. Hinter ihr blitzt das breite Lächeln von Günther Profanter: Er tut das, was er am liebsten tut - er spielt Schlagzeug. Er ist stolz auf sein Instrument, denn der Schlagzeuger gibt den Rhythmus vor. Unter seinem blonden Haarschopf strahlt Günther über das ganze Gesicht. Wenn jemand für einen Moment vergessen haben sollte, was Glück bedeutet – ein kleiner Blick auf dieses lachende Gesicht bringt die Erinnerung sofort zurück.
Auch Haymo Töchterle sieht man den Stolz an, wenn er Schlagzeug spielt, oder locker aus dem Handgelenk im Rhythmus rasselt. Thomas Kircher zeigt sein Können mit der Ziehharmonika oder am Keyboard. Gustav Lechner ist ganz der gewiefte Conferencier – er behält den Überblick und hält den Kontakt zum Publikum. Klaus Pörnbacher, im Hintergrund an den Klangstäben, hingegen ist der Ruhepol. Giuliana Castlunger spielt verschiedene Rhythmus-Instrumente und Julian Messner singt mit Monika um die Wette.

… Ein Abend zum Lachen, Träumen, Zuhören, Tanzen und Mitsingen ....

...rockig, witzig, originell …
… Melancholie, Leidenschaft und Humor …
… berührend, mitreißend, heiter …
… für jeden verständlich …
… Einzigartig in Südtirol …

Miteinanders – miteinander sind wir stark!

„CD erhältlich bei Grain“ (PDF Datei 92 kb)

Teilnahmebedingungen:

Tel. 0474 555819,
ivhs@grain-bz.org

Zielgruppe:

Menschen mit geistiger Behinderung

Voraussetzungen:

künstlerische Eigenschaften

Referenten:

VERSCHIEDENE

Zeit:

1. Sept.–30. Juni 2005, jeweils Mo.–Fr., 8–15 Uhr

Dauer:

Projektarbeit unterschiedlicher Dauer

Ort:

Bruneck

Gebühr:

kostenlos

Anmeldungen:

laufend

Teilnehmerzahl:

max. 8 Personen

Mit finanzieller Unterstützung:

Die Weiterbildung von Menschen mit Behinderung bei Grain wird großzügig und in dankenswerter Weise unterstützt von
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Nordring 25 | 39031 Bruneck | Tel. 0474 555819 | Info@grain-bz.org
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